Tumorzentrum Emscher-Lippe

"Tumorerkrankungen nehmen in der Todesursachenstatistik hinter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweite Stelle ein, und ihre Häufigkeit wird aufgrund der demographischen Entwicklung in den nächsten Jahrzehnten weiter zunehmen. Der Bedarf an onkologischer Fachkompetenz wird somit steigen, wobei dies sowohl stationäre Einrichtungen als auch den ambulanten Bereich betreffen wird." (Auszug aus dem QM-Handbuch vom 28.07.2010)

Das Tumorzentrum Emscher-Lippe e.V. (TUZEL) ist ein Verbund von neun Krankenhäusern sowie Instituten und Praxisnetzen bzw. Praxen der Städte Gelsenkirchen, Gladbeck, Marl, Herten, Dorsten und Haltern am See. Dieses onkologische Netzwerk wurde im Jahr 2008 nach den Vorgaben der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT) gegründet. Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit kann eine optimale Versorgung einer Region von über 500.000 Einwohnern gewährleistet und ein flächendeckendes Angebot für eine optimierte Tumorbehandlung bereitgestellt werden. Als spezielle Organkrebszentren wurden bisher ein Lungen-, zwei Darm-, ein Brust-, ein Gynäkologisches und ein Uroonkologisches Zentrum sowie ein Kopf-Hals-Zentrum etabliert, im Aufbau befindet sich ein Neuroonkologisches Zentrum.

In dem Zentrum werden Tumorerkrankungen aller Lokalisationen und Spezifitäten behandelt, entsprechend folgender Schwerpunkte:

  • Tumoren der Lunge und des Brustkorbs
  • Tumoren des Magen-Darm-Trakts, der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse
  • Tumoren der Niere, der Harnwege und der männlichen Geschlechtsorgane
  • Tumoren der Brust und der weiblichen Geschlechtsorgane
    Kopf- und Hals-Tumoren
  • Tumoren des Nervensystems
  • Tumoren der Knochen und der Weichteile (Sarkome)
  • Tumoren der Haut
  • Neoplasien des Blut- und Lymphsystems
  • Spezielle Tumorerkrankungen

 
Mitglieder im Tumorzentrum Emscher-Lippe sind:

  • Marienhospital Gelsenkirchen
  • Sankt Marien-Hospital Buer
  • KKRN St. Elisabeth Krankenhaus Dorsten
  • KKRN Marien-Hospital Marl
  • KKRN St. Sixtus-Hospital Marl
  • KKRN Gertrudis-Hospital Westerholt
  • BKB Bergmannsheil und Kinderklinik Buer
  • KKEL St. Josef-Hospital Gelsenkirchen-Horst
  • KKEL St. Barbara-Hospital Gladbeck
  • Pathologisches Institut Gelsenkirchen

Die Mitglieder des Tumorzentrums setzen auf die zunehmende Etablierung multimodaler Konzepte – kombinierter Behandlungsverfahren mit operativen, strahlentherapeutischen und medikamentösen Elementen.

Voraussetzung für den Erfolg dieses Netzwerkes ist eine interdisziplinäre Kooperation aller an der Tumorbehandlung beteiligten Instanzen. Vorteile des Netzwerkes ist die räumliche Nähe, die eine enge Verbindung der ambulanten und stationären Sektoren gewährleistet. Dem Patienten können auf diese Weise kurze Behandlungswege ermöglicht werden, weiterhin können Doppeluntersuchungen bzw. -maßnahmen mit entsprechenden ökonomischen Auswirkungen durch die intensive Kommunikation der beteiligten Fachabteilungen vermieden werden. Zentrales Element im Netzwerk ist die interdisziplinäre Tumorkonferenz, in der die unterschiedlichen Fachkompetenzen zusammen treffen, um sowohl leitliniengerechte als auch individuelle, auf den Patienten bezogene, Behandlungskonzepte sicherzustellen.

Seit 2010 ist das Tumorzentrum mit der internationalen Norm DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Bewertet wurde die Qualität der medizinischen Versorgung des Zentrums durch externe Gutachter.

Kontakt

Tumorzentrum Emscher-Lippe
Rotthauser Str. 23
45879 Gelsenkirchen
Tel.: 0209 158070

Leitung:
Vorsitzender: Prof. Dr. Werner Schlake
Geschäftsführer: Dipl. - Volksw. Peter Weingarten
Geschäftsstelle: Dr. Bettina Höhmann

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