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Vorwort
Typisch Kirche: Sie hat in allen Jahrhunderten die Kraft gehabt, Not leidenden un der Hilfe bedürftigen Menschen beizustehen. Sie hat für ihen Dienst auch Häuser und Einrichtungen "erfunden" und geschaffen. In Alt-Gelsenkirchen spannt sich der Bogen der Sozialgeschichte einer Kirchengemeinde vom Beginenhof des 13. Jahrhunderts über die Gründung des Marienhospitals, des Kinderheims St. Josef, der St. Augustinus-Kindergärten, des Altenpflegeheims St. Vinzenz bis zur Arche Noah.
Die Motivation dazu schenken Worte aus dem Evangelium wie "Sie drängten in an den Rand" (Lk 4,29). Wer Jesus nicht aus dem Blick verliert, spürt besonders, wie behinderte Menschen an den Rand, ja aus dem Bewußtsein gedrängt werden. Wer gerade ihnen ein Zentrum gibt, bekräftigt das "Ja" Gottes zu allen Menschen.
Grundlagen
Die Arche Noah dient der Kurzzeitpflege schwerstbehinderter und schwerstkranker junger Menschen. Sie ist zugleich Hospiz für Kinder. Jungen Menschen bietet die Arche Noah mit kompetenter Pflege und pädagogischer wie therapeutischer Betreuung Geborgenheit und Gemeinschaft, Liebe und Anerkennung, ihren Familien Entlastung und Erholung.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arche Noah verstehen sich als eine christlich orientierte Dienstgemeinschaft in ökumenischer Offenheit. Unsere Grundwerte und Ziele leiten wir aus dem christlichen Menschenbild her. Wir schöpfen aus der Geschichte, der Tradition und den Erfahrungen der caritativen Einrichtungen der St. Augustinus Gelsenkirchen GmbH.
Wir suchen den Auftrag zur Nächstenliebe und zur Achtung vor der Würde allen Lebens zu erfüllen. Wir sorgen für jeden, der zu uns kommt, unabhängig von seiner Herkunft.
Unser Dienst für Familien, die sich uns anvertrauen
Wir achten die Würde und Persönlichkeit aller unserer Gäste und Patienten, stellen uns ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten und nehmen ihre Wünsche, Gewohnheiten und Ängste ernst. Wir nehmen uns Zeit dafür, jede Familie ausführlich und umfassend über das pädagogische und pflegerische Konzept zu informieren.
In unserer ganzheitlichen Haltung begegnen wir Kindern und Jugendlichen mit ihren seelischen, geistigen, körperlichen und zwischenmenschlichen Bedürfnissen. Wir bieten Familien seelsorgerische und therapeutische Gespräche und soziale Beratung an - sowohl während ihres Aufenthaltes in der Arche Noah als auch danach.
Entscheidungen in lebensbedrohlichen Situationen versuchen wir miteinander zu bedenken und zu verantworten. Wir wollen christliches und soziales Vertrauen schenken und haben.
Unsere Zusammenarbeit
Wir Mitglieder der Dienstgemeinschaft arbeiten über die Grenzen der Fächer, Berufe, Abteilungen und Arbeitsbereiche hinaus. Wir sorgen für Transparenz und und Überschaubarkeit unserer Verantwortungs- und Aufgabenbereiche. Regelmäßige fachliche Besprechungen fördern das Verständnis füreinander und ermöglichen sowohl die tägliche Arbeit als auch langfristig eine Orientierung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Jede und jeder von uns ist Teil der Gemeinschaft - so wollen wir denken und handeln und dadurch Bewusstsein für unser gemeinsames Ziel entwickeln. Soweit jemand Verantwortung trägt, entscheidet er oder sie auch. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden, wo immer möglich, an Entscheidungsprozessen beteiligt.
Die Verantwortung für das pädagogische und pflegerische Konzept tragen in enger und regelmäßiger Abstimmung mit der Leitung der Arche Noah die pädagogische Hausleiterin und die Pflegedienstleiterin; für medizinische Entscheidungen trägt sie der beratende Arzt.
Was wir leisten, wohin wir gehören
Wir bieten auf der Grundlage unserer Zielsetzung der Gesellschaft Leistungen an, die es in dieser Region bisher nicht gibt. Im Wettbewerb mit anderen Anbietern zeichnen wir uns durch ein hohes Maß an Professionalität aus und stellen ein breites Spektrum an qualifizierten pädagogischen, pflegerischen, medizinischen und therapeutischen Angeboten zur Verfügung.
Wir pflegen die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen wir Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten, Schulen, Frühförderstellen, heilpädagogischen Kindergärten, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen.
Gelsenkirchen, im August 2003 |